Perlenbacher Malz

Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: wir haben ein neues Malzbier entdeckt :-D. Die schlechte: es ersetzt ein anderes Malzbier :´-(.

Wahrscheinlich haben es viele vor uns bemerkt, beim Lidl um die Ecke gibt es jetzt kein Grafenwalder mehr, dafür Perlenbacher. Dass der Hersteller unverändert das Frankfurter (Oder) Brauhaus ist und auch die Zutaten gleich geblieben sind, mag alle freuen, die das Grafenwalder mochten, macht aber die Verkostung nicht gerade spannender. Nun ja, Hauptsache wir haben ein Malzbier zum Trinken, halten wir uns also nicht weiter mit Geplapper auf…

Von außen betrachtet: Weiterhin Plastepulle und Allerweltsdesign in gelb-orange-rot-braunen Farbtönen sowie mit Sportelementen – geschenkt. Im Glas: nichts zu meckern, Farbe gut, Schaum gut, alles gut. In der Nase: schöner malziger Geruch ohne störendes Beiwerk. Und schließlich im Gaumen: nicht zu süß, eher etwas bitter, frisch und nicht so schwer – ein solides Malz.

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Kronsberg Malz

Manchmal lohnt sich auch ein Besuch in einem Hit-Getränkemarkt in einem Gewerbegebiet (oder auch nicht, wir werden sehen…) – wir beäugen ein uns bis dato unbekanntes Malzbier. Ein Blick auf das Kleingedruckte verheißt nichts Gutes: „Kronsberg Vertriebsgesellschaft mbH“. Nicht einmal der tatsächliche Produzent wird genannt – wird ja wohl nicht da im Gewerbegebiet Pöttkerdiek zusammengekippt und -geköchelt.

Schauen wir mal. Modernes Design, na wer’s mag… . Darauf kommt es ja nicht an, interessanter ist das Aussehen des Getränkes selbst allemal. Leider fällt das Kronsberg hier durch. Nach dem Öffnen schäumt und sprudelt es erst wie wahnsinnig aus der Flasche – nein, die Flasche wurde nicht direkt nach der Radtour geöffnet, sondern erst nach einigen Tagen sorgsamer Lagerung im heimischen Kühlschrank. Nach 10-15 Sekunden ist die Kohlensäure verpufft und wir trauen uns wieder an den Tisch. Nach dem Einschenken bleibt eine langweilige, bräunliche, etwas traurig aussehende Flüssigkeit im Glas zurück und wir lassen die Schultern hängen.
Riecht es wenigstens nach was? … Da! … Nein, doch nicht. … Oder? Irgendwas ist da, lässt sich aber nicht greifen. Wie bewertet man einen nicht vorhandenen Geruch?
Unsere letzte Hoffnung: der Geschmack. Hm. Ein wenig künstlich schmeckt’s und süß – vielleicht haben die das etwas übertrieben mit dem Glucose-Fructosesirup und nicht gerade den hochwertigsten benutzt. Es will sich auch noch ein anderer Geschmack entfalten – so ein leicht herber Gammelgeschmack. Das zweite Glas – keine Besserung – das wird nichts mit dem Kronsberg und uns.

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Liebharts Bio Malz

Plop. Ich mag ja Bügelflaschen. Noch mehr, wenn sie uns von edlen SpenderINNEN zugesandt werden – herzlichen Dank an dieser Stelle.

Glügglügglügg. Malz im Glas – überraschend hell. Nach einem Blick auf das Etikett ist die Ursache gleich ausgemacht: kein Farbstoff. Na dann ist es ja gut. Ansonsten gibt’s nichts am Aussehen auszusetzen.

Schnüff. Der Geruch ist etwas befremdlich. Nicht falsch verstehen, er ist nicht unangenehm…aber irgendwie…strohig…hm…nein…oder doch…hm…vielleicht ist das der Reissirup…wieso eigentlich Reissirup? Aber der Geruch ist sowieso nur schwach ausgeprägt und daran wollen wir uns nicht aufhalten. Genug geschnüffelt. Prost.

Schlürf. Erinnerungen an den Geruch kommen hoch. Auch der Geschmack ist nicht so richtig greifbar. Weich und wenig Kohlensäure. Aber der eigentliche Geschmack? Positiv ausgedrückt könnte man vielleicht sagen: neutral. Negativ ausgedrückt: wässrig und schwach. Jedenfalls wenig süß, wenig herb. Ach und da ist jetzt auch der Hauch von Stroh, der im Geruch kurz anklang. Wenig Malz, wenig Körper. Alles recht wenig. Aber irgendwie auch nicht ganz übel. Einigen wir uns auf „leicht“. Malzbiertrinker, die als Biertrinker den Geschmack von Leichtbieren mögen würden (zugegeben, da kann man sich jetzt als Malzbiertrinker schwer reinversetzen) hätten hiermit vielleicht ihr Lieblingsmalz gefunden.

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Nordgold Malzgetränk

Wir sind durstig, beeilen wir uns also. Das Etikett sieht etwas billig aus, passt so aber gut zur Plastepulle. Glas hätten wir lieber, aber dafür ist es günstig vom Netto (der mit Hund). Blick auf den Inhalt: es ist rot. Warum ist es rot? Egal. Es perlt recht gut, aber der Schaum hält nicht besonders lange durch. Na wir sind mal nicht so, weiter zum Geruch: schon besser – Malz ohne unangenehme Beigaben, angenehm aber ziemlich schwach. Und des Pudels Kern: Geschmack ist prima. Nicht zu süß, nicht zu herb, nicht zu rauchig, nicht zu irgendwas. Sehr solides und rundes Malz. Allerdings fehlt der halben Jury das gewisse Etwas zur 1. Dennoch absolute Empfehlung.

Jetzt hätten wir gern noch ein Darguner zum Vergleich. Aber noch ein Nordgold tut’s auch.

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Grosch Malztrunk

Das war eine lange, eine seeeeeehr lange Durststrecke. Aber jetzt sitzen wir mit großen Augen am Tisch vor zwei Flaschen Grosch Malztrunk – ein fränkisches Exemplar aus einem kleinen Brauereigasthof. In entsprechenden Höhen schweben die Erwartungen.

Erster Gedanke beim Anblick der Flasche: Nanu, wurden uns versehentlich „Gestalte dein eigenes Malzbier“-Flaschen verkauft? Nein, die Chefin des Brauereigasthofes und ihre beiden Söhne höchstpersönlich zieren das Etikett. Wie finden wir das? Wir sind hin und her gerissen, denn ansonsten ist das Designkonzept schlüssig und passend. Nun gut, die inneren Werte zählen, also weiter zum… – tja, Schaum wollte ich sagen, aber wo ist dieser? Nur leicht angedeutete Schaumkrone und wenig Kohlensäure: kein guter Start. Es folgt ein süßlicher, leicht malziger Hauch von Malzbiergeruch: schwach. Der Geschmack ist honigsüß und weich mit einem leicht herben Unterton. Das Gesamturteil lautet: gut genießbar, aber insgesamt enttäuschend langweilig für eine Kleinst- und Spezialitätenbrauerei.

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Eschweger Klosterbräu Malz

Schwer ranzukommen an das Eschweger Malz. Selbst die Biere der Brauerei werden kaum überregional vertrieben. Aber nun haben wir es ja vor uns.

Der Schaum ist leider recht grob und zu unbeständig. Die rötliche Färbung ist zwar schön – mit ihrem Zuckerkulör schaffen das aber auch alle anderen – jedoch lassen sich nur wenige Kohlensäurebläschen ausmachen. Der Geruch tut sich auch nicht gerade hervor – ziemlich schwach und ohne Auffälligkeiten kommt er daher. Bleibt das wichtigste, der Geschmack: Das Eschweger ist herb-bierig im Antrunk mit einer lockeren Malznote im Abgang. Es könnte tatsächlich noch etwas mehr Kohlensäure gebrauchen, aber durch die geringe Süße ist es wiederum recht süffig. Fazit: Gut trinkbar, aber bleibt hinter den Erwartungen zurück.

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Isi Malta

Etwas exotisch kommt es daher, das Isi Malta – irgendwie ganz anders, als die Konkurrenz. Aber davon lassen wir uns natürlich nicht beeindrucken. Der Inhalt zählt, also auf die Flasche und eingeschänkt. Der Schaum etwas grob, eine nette, dunkle Zuckerkulör-Färbung – der erste Eindruck ist mittelmäßig. Dann eine gute Steigerung: ein kräftiger Malzgeruch macht Appetit. Richtig überzeugend ist aber schließlich der Geschmack. Kräftig malziger Antrunk (wie der Geruch schon vermuten ließ), dazu ein trocken herber Abgang. Außerdem gerade die richtige leichte Süße und mit ausreichend erfrischender Kohlensäure. Es war uns ein Vergnügen – schön, dass noch vier Flaschen im Kühlschrank sind.

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